Forschungsgruppe Digitale Lehre am Campus Bocholt
Warum es uns gibt

IDL - Innovation durch Digitale Lehre

Der Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“ entsprechend sollten Hochschullehrer digitale Technologien in ihre Lehre integrieren. Zu diesem Zweck sind Lehrende in die Lage zu versetzen, „aktuelle und zukünftige technologische Entwicklungen hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit im Lehr-Lern-Prozess zu identifizieren, für das entsprechende Lernsetting nutzbar zu machen und im Anschluss hinsichtlich ihrer Effizienz und Qualität zu reflektieren, zu evaluieren und weiter zu entwickeln“. Zugleich weist die KMK darauf hin, dass es für eine hochwertig digitale Lehre entscheidend sei, digitale Technologien einerseits und vor allem die zugrundeliegende Didaktik andererseits miteinander zu verknüpfen.

Für einen nachhaltigen Ausbau der Digitalisierung in den Hochschulen sind Service-und Supportangebote entscheidend, in denen Kenntnisse, Erfahrungen und Instrumentarien insbesondere in den Bereichen Medientechnik und Mediendidaktik für die gezielte Erweiterung der bereits vorhandenen didaktischen Kompetenz vorgehalten werden.

Der Umstand, dass die zu betreuenden Studierendengruppen zunehmend heterogener werden hinsichtlich der Voraussetzungen, die sie mitbringen hat eine signifikant breitere Streuung des individuell möglichen Lerntempos des bzw. der einzelnen Studierenden zur Folge.

Hinzu kommt, dass die „Generationen Y und Z“ als sog. Digital Natives entsprechende Erwartungen an die Lehre haben. Sie unterliegen keinem „Nine-to-Five-Denken“, das Smartphone ist ein ständiger Begleiter und „dank“ Google und Wikipedia mittlerweile auch der Problemlöser Nummer 1. Das gilt angesichts der Tatsache, dass WLAN an der Hochschule ubiquitär ist, inzwischen auch für die Lehre!

Als Kommunikationsplattformen dienen Facebook, WhatsApp, Skype usw., das gedruckte Buch aus der Bibliothek wird immer stärker durch digitale Dokumente, die über Cloud-Speicherdienste (Sciebo, Google Drive, One Drive, Dropbox usw.) geteilt werden, sowie eBooks ersetzt und YouTube-Videos werden als Ersatz bzw. Ergänzung zur Präsenzveranstaltung genutzt.

Dies stellt die Hochschulen vor neue (besondere) Herausforderungen: Das Lehrangebot ist so zu gestalten, dass immer noch möglichst viele Studierende in die Lage versetzt werden, die für einen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, Zugleich sollte dies in einer Form geschehen, die auf Studierende motivierend und interessant wirkt.

Der Einsatz digitaler Elemente kann aus den vorgenannten Gegebenheiten einen signifikanten Beitrag zur qualitativen Verbesserung der Lehre leisten, da er die Möglichkeit bietet, Lerninhalte digital aufbereitet so anzubieten, dass jede(r) Studierende diese unabhängig von Raum und Zeit und angepasst an sein persönliches Leistungs- und Auffassungsvermögen, bearbeiten kann. Darüber hinaus können mit Hilfe digitaler Methoden auch aktivierende Elemente wie z.B. Gamification oder Competitions, sowie unmittelbare Feedback-Systeme wie beispielsweise Mobile Clicker in der Lehre verankert werden.